Der SCTV, der Spot Color Tone Value (Spot-Farbtonwert) ist ein Verhältnis des farbmetrischen Unterschieds zwischen dem Farbton, dem Substrat und dem Vollton.
SCTV hat L*a*b* als Basis, im optimalen Fall auch Spektraldaten und funktioniert daher bei allen Sonderfarben, Druckverfahren und Papieren gleichermaßen gut und liefert ein einheitliches Ergebnis. Bei der Kalibrierung von Sonderfarben erzeugt SCTV zuverlässig ein Ergebnis, bei dem der 50 %ige Farbton der Farbe dem erwarteten 50 %igen Erscheinungsbild visuell sehr nahe kommt.
Früher wurden durch Tonwertzunahme (TVI) definierte Zielwerte für den Tonwert je nach Druckverfahren und Bedruckstoff vorgegeben. Die ISO 12647-2:2015 beispielsweise schreibt 16 % Tonwertzunahme für CMYK auf Bilderdruck und 22 % Tonwertzunahme für Naturpapier vor.
Bei SCTV hingegen ist der Zielwert für SCTV derselbe wie der Farbtonwert. Ein 50% Tonwert sollte einen gemessenen Wert von 50% haben, alle anderen Tonwerte ebenfalls ihr jeweiliges Pedant. Dadurch ist SCTV visuell konsistent, was bei dichtebasierten Ansätzen nicht der Fall ist und eignet sich somit besser für Sonderfarben.
Das neue Jahr beginnt mit einer Neuauflage verschiedener PANTONE Fächer: Die PANTONE Solid Coated bzw. Solid Uncoated Fächer wurden mit 5 neuen Basisfarben und 224 neuen Farbtönen ergänzt, und sind seit Ende Dezember 2022 sowohl als neue Fächer, als auch als Supplement zum bisherigen Solid Coated Fächer erhältlich. Ein Supplement zur PANTONE Bridge Edition soll in den nächsten Wochen erscheinen, ist aber noch nicht erhältlich, während die ergänzten PANTONE Bridge Fächer als Volledition bereits erhältlich sind. Auch der PANTONE Pastels und Neons Fächer ist scheinbar neu, hat aber laut Farbkartenshopweiterlesen
Wie Eddy Hagen in diesem Post auf LinkedIn schrieb, gibt es größere Farbabweichungen zwischen den ganz neuen 2023er PANTONE Solid Coated Farbfächern und der vorhergehenden Version, insbesondere bei der Farbe PANTONE 2635 C. Also habe ich die gleichen Farben im neuen PANTONE Color Bridge Coated Fächer von 2023 einmal nachgemessen und mit der vorherigen Version verglichen. Ich hatte die beiden von Eddy Hagen fotografierten Farben bei mir im Fächer nachgemessen und kam auf ein beeindruckendes DeltaE00 von 8,15 in M2/D50/2° Schon auf den ersten Blick war klar, dass es nicht nur beiweiterlesen
In der aktuellen Ausgabe der Fogra Nachrichten “Fogra Aktuell” ist an zwei Stellen die Proof GmbH beteiligt. Zum einen erschien eine Zusammenfassung des Fogra Berichtes über unsere erste FOGRA55 Zertifizierung für den Siebenfarbdruck mit erweitertem Farbraum in CMYKOGV. Weitere Informationen zu unserer FOGRA55 Zertifizierung finden Sie auch auf der Fogra-Website: https://fogra.org/pressemitteilungen/fogracert-erste-cpc-zertifizierung-fuer-fogra55-cmykogv-330 und auf proof.de: https://proof.proofen.de/erste-proof-zertifizierung-fuer-den-7c-proof-nach-fogra55-bestanden/ Und zum anderen wurde über den Abschluss des Forschungsvorhabens für den textilen Digitaldruck, FOGRA58 berichtet, in dem wir ja in Bezug auf die die Praxis die Prooffähigkeit des neuen textilen RGB-Farbraumes TextileRGB untersuchen und testenweiterlesen
In den letzten Wochen gab es längere Diskussionen auf der Digitaldruck-Mailingliste der Fogra, ob ein Forschungsprojekt zur Definition von standardisierten Tonwertabstufungen von Sonderfarben gestartet werden sollte. Was hat es damit auf sich? Im Bereich von CMYK und Siebenfarbdruck ist die Definition von eindeutigen, druckbaren und proofbaren Standards ja etabliert und perfekt praxiserprobt. Ist das Papier oder die Papierklasse bekannt und definiert, hat man sich auf einen Meßstandard wie M0/M1/M2 festgelegt und kennt den Gehalt an optischen Aufhellern kann im Proof eine hervorragend präzise Darstellung des späteren Drucks erreicht werden. Dieweiterlesen