TVI ist der Tone Value Increase, also der englische Begriff für Tonwertzunahme. Druckpunkte vergrößern sich bzw. nehmen zu, wenn sie auf ein Papier gedruckt werden. Ein 50 % Magenta auf einer Druckplatte kann gedruckt einen Tonwert (TV) von 70 % zeigen, der TVI beträgt also 20 %. In der Vergangenheit wurden diese Maße als “Punktfläche” und “Punktzuwachs” bezeichnet, die dem Tonwert (TV) und der Tonwertzunahme (TVI) entsprechen. Das Papier war dabei immer 0, der Vollton immer 100.
Diese Tonwertzunahme wurde verwendet, um eine Druckmaschine auf eine bestimmte Druckbedingung einzustellen.
Die ISO 12647 empfiehlt TVI-Zielwerte, auf die Druckmaschinen kalibriert werden sollten. Das geschah meist densitometrisch, also “dichtebasiert”. Die Farbschichtdicke wurde auf bestimmte Zieldichten eingestellt werden. TVI und das densitometrische Messen für Volltondruckfarbe und Tonwert hat sich im CMYK-Druck bewährt, da Dichtefilter in Messgeräten so konstruiert sind, dass sie den Standard-CMY-Druckfarben entsprechen. Bei Sonderfarben, die zwischen den CMY-Standarddruckfarben liegen, sind densitometrische Messungen aber weniger zuverlässig. Daher verwendet man hier oft die Farbe in LAB oder spektral als Definition.
Eine neue Generation von Farbmessgeräten drängt auf den Markt: Im Gegensatz zu den klassischen Messgeräten, die als vollständig gekapseltes System entweder als Colorimeter oder als Spektralphotometer erhältlich sind, und dann über eine Schnittstelle oder App die Daten an einen Computer liefern oder direkt anzeigen, bestehen die neue Generation von Farbmessgeräten nur noch aus einer Beleuchtung und Software, als Sensor wird die Optik eines zeitgemäßen iPhones von Apple verwendet. Bislang gab es ja zwei Messgeräte-Kategorien am Markt: Zum einen die Präzisionsgeräte, also Spektralphotometer von den Branchengrößen wie X-Rite oder KonicaMinolta, undweiterlesen
Ab Mittwoch, dem 21.2.2024 findet wieder das zweitätige Farbmanagement-Symposium der Fogra in München statt. Zum einen berichten dabei Farbmanagementexperten aus der Produktions-Industrie und -Mittelstand über ihren Stand der Implementation und Umsetzung von Farbmanagement, so in diesem Jahr Proctor & Gamble, L‘Oréal und Kärcher, aber auch aktuelle Entwicklungen in Bereichen wie ECG, Softproof und Hardcopy Proof werden vorgestellt und diskutiert. Einen eigenen Focus hat das Thema Decoration Proofing bekommen, das zeigt, wie anspruchsvolle dekorative Oberflächen erfasst, im Softproof korrekt dargestellt und anschließend auch korrekt gedruckt werden können. Für uns als Fogra-Mitgliedweiterlesen
Auch in diesem Jahr haben wir wieder Proofs für die Fogra-Zertifizierung geprooft und nach München-Aschheim geschickt. Wir weisen damit jährlich nach, dass wir nicht nur durch interne Qualitätskontrollen und Checks hervorragende Proofqualität liefern, sondern die Qualität unserer Proofs auch von externer Stelle gemessen und bestätigt wird. Wir haben daher im achten Jahr in Folge Prüfdrucke zertifizieren lassen. Bereits seit 2019 sind wir auch für die Darstellung von Sonderfarben (“Spot-cert”) zertifiziert. Warum Fogra zertifiziert? Die Fogra Zertifizierung gibt uns die Sicherheit, die wir für die Kommunikation über die Präzision unserer Proofsweiterlesen
In den letzten Wochen gab es längere Diskussionen auf der Digitaldruck-Mailingliste der Fogra, ob ein Forschungsprojekt zur Definition von standardisierten Tonwertabstufungen von Sonderfarben gestartet werden sollte. Was hat es damit auf sich? Im Bereich von CMYK und Siebenfarbdruck ist die Definition von eindeutigen, druckbaren und proofbaren Standards ja etabliert und perfekt praxiserprobt. Ist das Papier oder die Papierklasse bekannt und definiert, hat man sich auf einen Meßstandard wie M0/M1/M2 festgelegt und kennt den Gehalt an optischen Aufhellern kann im Proof eine hervorragend präzise Darstellung des späteren Drucks erreicht werden. Dieweiterlesen